Zurück vom Zahnarzt. Junge, Junge war das ein Morgen...nach einer beinahe schlaffreien Nacht. Der Termin stand schon seit Ewigkeiten fest, habe ihn bloß immer wieder aus meinem Kopf verbannt 'Dauert noch...' Ich bin sicher keiner der Menschen, die mir einer Zahnarztphobie gestraft sind, trotzdem gehe ich nicht gerne hin.
Saß dann also mit mäßiger Laune im Wartezimmer und habe versucht die Zeit tozuschlagen. Eine Bunte und eine Gala durchgeblättert (das britische/royale Blag soll im Juli zur Welt kommen und William und Kate fiebern dem Zeitpunkt entgegen - danke, nach dieser Information sehne ich mich schon lange! -.-') und versucht 2 ca. acht jährige Zwillinge zu ignorieren, die sich gegenseitig in die Schienbeine getreten und versucht haben, einander die Haare auszureißen. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Kinder, insofern sie sauber und vorallem _leise_ sind. Das ich dem Geplärre nach ca. 10 Minuten entfliehen und erstmal eine rauchen musste, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?
Der Termin selbst war auch nicht anturnender. Es liegt mir fern im Netz über meinen Zahnarzt herzuziehen, deswegen nur zwei knappe Worte: Mundgeruch, zeitraubend.
Er erzählt also lang und breit, dass er letzte Woche mit seiner Familie am Ijsselmeer segeln war (intererssiert mich nicht), wieviel Kuchen es an Ostern gab (juckt mich ebenso wenig) und das ihm der neue Papst bescheiden vorkommt, deswegen gut gefällt (wtf?!). Merkt diese Gattung Mensch eigentlich nicht, dass es verdammt unangenehm ist mit weit geöffnet Mund einer Kiefersperre entgegen zu rudern, während sie ungeniert Anekdoten aus ihrem Leben zum Besten geben?!
Gott, ich war heilfroh als ich meine Wohnungstür hinter mir schließen und den Termin im Kallender durchstreichen konnte. A pro pos durchstreichen, folgendes stand (neben dem Zahnarztbesuch) auf der To-Do Liste für heute vormittag:
- Badezimmerspiegel putzen
- Hausarbeit weiterschreiben
- Hamsterrad sauber machen
- ordentlich frühstücken
Und was habe ich davon bisher erledigt? Genau, orginal garnichts. -.-' Stattdessen treibe ich mich auf fremderleuts Blogs rum, klicke mich durch diverse Youtube-Videos und versuche mir krampfhaft einzureden, dass es garnicht nötog ist zu frühstücken.
Nachdem das Projekt 'Rohkost' an Ostern natürlich endgültig gescheitert ist, war eigentlich geplant nochmal komplett frisch durchzustarten, sobald der Familienzierkus ein Ende hat und ich wieder in meiner Wohnung bin. Und durchstarten beinhaltet _drei_ vernünftige Mahlzeiten, jeden Tag. Das Problem ist nur, dass ich an Ostern so dermaßen über die Strenge geschlagen habe, dass mich nun das Gefühl nicht loslässt, ich müsste ersteinmal (mindestens eine Woche lang) fasten. Und zwar richtig fasten - Fastenfasten, d.h. nichts außer Wasser in meiner Futterluke versenken. Auf die Waage habe ich mich gestern auch nicht getraut, weil ich einfach nicht einschätzen kann, was die Ostertage mit meinem Körper gemacht haben - kein Wunder, wenn ich nur in XL-Pullis und Leggins rumrenne!
Mal schaun ob ich diesen -naja sagen wir semi-optimal gestarteten- Tag bis heute Abend noch rumgerissen bekomme...


Danke für deine ehrlichen Worte. Es ist ein wunderbares Gefühl, mit seinem Rucksack nicht der einzige auf dem Weg zu sein.
AntwortenLöschenSag den neuen Termin ab, wirklich. Ich kenne diese Angst und es tut nicht gut, dennoch Dinge mit sich machen zu lassen, die man nicht will.
<3