Nur um es gleich vorab geklärt zu wissen: Das mache ich eigentlich nie! Diese ‚á la carte‘-Posts. „Bitte schreib‘ mal etwas über…!“ Habe ich auf dem ersten Blog nicht gemacht und auch hier bleibt es eine absolute Ausnahme. Keine Postwünsche, weil ich gerne die Oberhand behalte und jene Dinge hier unterbringe, die _ich_ loswerden möchte…nicht die, die sich andere untergebracht wünschen.
Warum
jetzt doch ein Á la carte? Naja, weil es auch auf dem letzten Blog immer und
immer und immer wieder gefragt wurde. (Und hier geht das Gefrage jetzt schon
wieder los) Wer ist Moritz? Was ist mit diesem Moritz? Schreib mal bitte etwas
über Moritz? Ist Moritz dein Freund?
Ich weiß, dass der Name auf dem alten Blog regelmäßig fiel und ich weiß auch, dass ich es nicht verhindern können werde, ihn hier immer mal wieder fallen zu lassen. Da ich eine Erklärung bisher -mehr als standhaft- schuldig geblieben bin, werde ich jetzt ein für alle Mal einen kleinen „Background-Story“-Post verfassen um der, scheinbar nicht abschwellenden Neugierde Einhalt zu gebieten. Auf das die Moritz-Fragen eurerseits (und hiermit meine ich größtenteils die myblog.de-Menschen, die sich schon eine ganze Weile mit dem rätselhaften Namen herumquälen^^) danach gegessen sind!
Ich weiß, dass der Name auf dem alten Blog regelmäßig fiel und ich weiß auch, dass ich es nicht verhindern können werde, ihn hier immer mal wieder fallen zu lassen. Da ich eine Erklärung bisher -mehr als standhaft- schuldig geblieben bin, werde ich jetzt ein für alle Mal einen kleinen „Background-Story“-Post verfassen um der, scheinbar nicht abschwellenden Neugierde Einhalt zu gebieten. Auf das die Moritz-Fragen eurerseits (und hiermit meine ich größtenteils die myblog.de-Menschen, die sich schon eine ganze Weile mit dem rätselhaften Namen herumquälen^^) danach gegessen sind!
Los geht’s:
Moritz, Moritz…wo soll ich nur anfangen. ‚Moritz‘ ist nicht sein richtiger
Name. Der richtige Name beginnt zwar auch mit ‚M‘ und beinhaltet irgendwo ein ‚i‘
aber richtige Namen werden auf diesem Blog fortan nicht fallen.
Wie komme ich dann auf ‚Moritz‘? Mein erster und bester Kindergartenfreund hieß Moritz. Wir haben uns geliebt und gehasst und gemocht und genervt und vergöttert. Zusammen Laternen gebastelt, uns gegenseitig mit Kinderscheren die Haare getrimmt, gemeinsam Sand gegessen und ausprobiert ob Regenwürmer kitzelig sind. Wir waren ein wirklich unschlagbares Team. Ähnlich wie mein heutiger Moritz und ich.
Ich habe ihn vor etwa eineinhalb Jahren, in der ersten Stunde der ersten rechtswissenschaftlichen Vorlesung, die ich besuchte (das war BGB AT), kennengelernt.
Der Hörsaal war überfüllt, lauter arrogante Jura-Erstis die Zuspätkommern via Jacken-Blockade einen Platz freigehalten haben. Ich bin ein bisschen unbeholfen durch den Saal geirrt, auf verzweifelter Suche nach einem Sitzplatz und dann:
Wie komme ich dann auf ‚Moritz‘? Mein erster und bester Kindergartenfreund hieß Moritz. Wir haben uns geliebt und gehasst und gemocht und genervt und vergöttert. Zusammen Laternen gebastelt, uns gegenseitig mit Kinderscheren die Haare getrimmt, gemeinsam Sand gegessen und ausprobiert ob Regenwürmer kitzelig sind. Wir waren ein wirklich unschlagbares Team. Ähnlich wie mein heutiger Moritz und ich.
Ich habe ihn vor etwa eineinhalb Jahren, in der ersten Stunde der ersten rechtswissenschaftlichen Vorlesung, die ich besuchte (das war BGB AT), kennengelernt.
Der Hörsaal war überfüllt, lauter arrogante Jura-Erstis die Zuspätkommern via Jacken-Blockade einen Platz freigehalten haben. Ich bin ein bisschen unbeholfen durch den Saal geirrt, auf verzweifelter Suche nach einem Sitzplatz und dann:
„Hier“
„Was hier?“
„Hier ist frei“
„Aber da liegt eine Jacke“
„Das ist meine Jacke. Ich hab für dich freigehalten“ - gepaart mit einem XL-Grinsen
„Was hier?“
„Hier ist frei“
„Aber da liegt eine Jacke“
„Das ist meine Jacke. Ich hab für dich freigehalten“ - gepaart mit einem XL-Grinsen
Naja
gut, dachte ich. Plumpe Anmache, aber Sitzplatz ist Sitzplatz. Es dauerte keine
drei Minuten, da kam ein Mädel angestiefelt, das sich mit vernichtendem Blick
vor mir aufgebaut hat – Moritz Freundin…das
wusste ich damals allerdings noch nicht.
„Es ist so voll geworden, ich konnte nicht mehr freihalten“ sagt er.
„Stimmt, ich war mega hartnäckig, ich hasse dieses Freigehalte…wer zu spät kommt hat Pech. Hab ihn gezwungen freizumachen“ sage ich.
„Ja, aber…“ sagt sie.
„Sorry.“ sagt er.
„Sorry!“ sage ich.
Und schon war das erste Band zwischen Moritz und mir geknüpft und die erste kleine Mauer der Antipathie zwischen seiner Freundin und mir gezogen. Sie hat sich woanders einen Platz gesucht und wir haben uns hervorragend unterhalten. Die gleichen musikalischen Vorlieben kristallisierten sich heraus, er skatet (genau wie ich früher – in den Endzügen meiner Kindheit), er raucht (genau wie ich – auch heute noch), er belegt Jura nicht wie viele andere aus dem Grund, nicht zu wissen was er sonst ‚anständiges‘ machen soll, sondern weil es ihn interessiert (Passt!). Nach der Vorlesung ist seine Freundin -ihn mit Total-Ignoranz strafend- abgedampft und wir sind daraufhin zusammen in die Mensa gegangen. Das ist der Anfang von einem wunderbaren Kapitel in meinem Leben, dass ‚Moritz und ich‘ heißt. Yet to be continued...
Die letzten 3 Semester haben wir fast in jeder Jura-Vorlesung die ich besuchte zusammen gesessen; seit ich ganz rüber gewechselt bin, tun wir es sowieso; wir lachen miteinander; wir essen zusammen; wir rauchen zusammen; wir finden es nicht peinlich, vor dem Hauptgebäude laut „Valerie“ von den Zutons zu singen; meine beste Freundin vergöttert ihn; wir feiern zusammen; wir waren in den Semesterferien (mit einer Handvoll anderen Freunden) gemeinsam campen; wir teilen unser Gras; wir bewerfen uns mit TicTacs; wir ermahnen uns in der Bib gegenseitig, die Schnauze zu halten und wir schieben einander in der Klausurphase Coffeintabletten zu.
Ich
würde ohne jegliche Zweifel im Hinterkopf behaupten, dass Moritz innerhalb der
letzten 1,5 Jahre zu einem meiner besten männlichen Freunde –wenn nicht zu
_dem_ besten Freund- mutiert ist. Wir verstehen uns einfach blind. Es gibt auch Dinge, über die wir nicht miteinander sprechen –seine Hop-on-Hop-off-Uschi bspw. oder auch die ganze Escortsache- aber das ist okay. Es fühlt
sich trotzdem nicht an, als stünde eine Art Trennwand zwischen uns.
Seine Freundin (ich glaube zur Zeit ist mal wieder Schluss - allerdings sicher nur so lange, bis sie ihn wieder belabert hat- ) hasst mich mittlerweile mehr denn je. Es ist seit der ‚Platz-freihalten‘-Sache keinen Deut besser geworden. Stört mich allerdings wenig.
Seine Freundin (ich glaube zur Zeit ist mal wieder Schluss - allerdings sicher nur so lange, bis sie ihn wieder belabert hat- ) hasst mich mittlerweile mehr denn je. Es ist seit der ‚Platz-freihalten‘-Sache keinen Deut besser geworden. Stört mich allerdings wenig.
Die
Frage, ob Moritz mein Freund (ich denke hiermit ist „fester Freund“ gemeint)
ist, kann ich also verneinen. Wir waren ein paar Mal soweit, dass wir uns
geküsst haben (auf diversen Parties unter Alkoholeinfluss) aber haben hinterher
einvernehmlich entschieden, dass wir es bei dem belassen möchte, was es vorher
war. Einer großartigen, witzigen, vertrauten, liebevollen Kumpelei.
eeeeeeeendlich!!! :D :D :D ich liebe dich dafür.
AntwortenLöschenich find, das du total schön aussieht, trotz das ihr bissl was getrunken habt :D :D
(memphis)
Er wird bald 32, ich bin, äh, 20. Eigentlich optimal. (:
AntwortenLöschenEin schöner Text über die Kumpelei. <3
puuuuuuh. geschafft, bis unten. die uhr sagt, passt. naja, gerade so. lange rede, kurzer sinn: ich find ja ne echt schlagfertige und wohl improvisierte "anmache" - kann ich nichts schlechtes dran finden! zurückblickend sogar fast beneidenswert..
AntwortenLöschenHey, ich war seit einigen Tagen bisher nur eine stille Leserin, aber will und muss dir jetzt einfach mal sagen, dass ich deinen Blog wirklich unglaublich gut finde.
AntwortenLöschenIch liebe deinen Schreibstil, finde deine Themen total interessant und hätte selbst eigentlich auch 1000 Postwünsche an Dich, weil ich echt neugierig bin.
Außerdem bewundere ich dich dafür, dass du anscheinend ziemlich cool damit umgehst, wie andere Menschen über dich reden und denken. Jedenfalls kommt es mir von deinem letzten Post so vor.. ich versuche das selbst auch immmer, aber leider nehme ich mir die Kommentare von Anderen immer sehr zu Herzen.
Naja genug vom Geschleime!
Liebe Grüße
Mia
Danke für deine ehrlichen Worte. :)
AntwortenLöschenIrgendwie weiß ich ja, dass das so ist, und bei anderen stört mich deren Gewicht auch kein bisschen, aber bei mir selbst ist das anders...
Ein wirklich toll geschriebener Text! :)
Alles Liebe ♥
Die hübsche Brünette bist du? Du siehst ja wirklich toll aus ;)
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Jessy
Ah! :D
AntwortenLöschenSie ist vier Jahre jünger, wird also diesen Herbst 17.
Ich habe ihr mal einen Post gewidmet - http://beautyordeath.blogspot.de/2013/02/lulu.html
"Freedom's just another word foooor nothing else to looooose" *sing*
Da kann ich meiner Vorrednerin nur zustimmen ;) und 70er Partys finde ich toll. Ich steh' ja irgendwie total auf diesen Hippiestyle.
AntwortenLöschenLiebe Grüße