Montag, 8. April 2013

Klappe, die Siebte: Vielen lieben Dank


Auf einen großartigen ersten Unitag heute, folgt eine sehr nette Überraschung in der Kommentarbox: Die liebe Phoebe hat mir einen Blogaward verliehen. Für den Fall das hier tatsächlich irgendjemand herumgeistert, der ihren Blog 'I Wanna Be Adored' nicht kennt, sollte sie/er definitiv einen Klick dorthin riskieren - Phoebes fantastische Art, sich in Worte zu fassen, macht nämlich auf positive Weise süchtig.

Phoebes Fragen:
1. Wie geht es dir?
Außerordentlich gut. Was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass ich meinen geliebten, geregelten Unitagesablauf wieder und heute einen Mahlzeitenplan für die nächsten Monate auf die Beine gestellt habe.

2. Was hast du zuletzt geträumt?
Der letzte Traum an den ich mich wirklich immer noch lebhaft erinnere, ist gute zwei Wochen her. (Falls ich danach noch Weiteres geträumt haben sollte, habe ich es vergessen) Ich war schwanger, hatte absolut keine Ahnung von wem und wusste auch nicht, wann und wo die Zeugung passiert sein soll. Ich wollte das Kind definitiv nicht behalten und habe verschiedene Ärzte abgeklappert, um mich über Abtreibungen zu informieren - in jeder Praxis in der ich war, saß ich zuerst alleine in einem leeren Raum, bevor 10, 20 Leute reingestürmt kamen und mir von allen Seiten irgendetwas zugerufen haben. Ich konnte nichts davon verstehen. Egal wie viele Ärzte ich aufgesucht habe, das Selbe hat sich ständig wiederholt. Leerer Raum, dann eine hereinstürmende Meute und dann wildes auf mich einpeitschendes Stimmengewirr. Dann kommt ein großes Loch, also irgendein Traumteil an den ich mich nicht erinnere, das Nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich einen Artz gefunden hatte, der Abtreibungen durchführt, auf dessen OP Tisch lag und plötzlich tierische Unterleibsschmerzen hatte...von den Scheinschmerzen bin ich dann auch aufgewacht und war schweißgebadet. 

3. Gibt es einen Song, der dich beschreibt?





 4. Was denkst du über Tarantino?
Das er ein sehr spezieller Typ ist, dessen Filme man wirklich mögen muss. An blutigen Rachefeldzügen und einem haarsträubenden, irrealen Hitler-Tod scheiden sich die Geister. Ich kenne niemanden der Tarantino-Filme "so naja" oder "och, es geht" findet, entweder man liebt sie, oder man findet sie scheußlich. Ich persönlich finde sie großartig, obgleich ich normalerweise kein Fan von arg brutalen Filmen bin. (Er stellt 'Brutalität' so überspitzt dar, dass es schon comichaft wirkt und für mich eher kreativ als blutrünstig ist - außerdem hat jeder Film einen Hintergrund über den man sich auch über die Spielzeit hinaus ein paar Gedanken machen kann) Aber ob man diese Art von Film nun mag oder nicht (Geschmacksache), in Sachen Soundtrack macht dem Mann, wie ich finde, keiner etwas vor. Die Kill Bill Soundtracks sind bspw. schon seit Jahren meine liebsten Filmmusiktitel.

5. Wofür lohnt sich dein Leben?
Gute Frage, ich muss zugeben, dass ich sie mir schon viel zu oft in meinem Leben gestellt habe - früher mehr als heute.  Mittlerweile bin ich allerdings sicher das die Antwort ganz einfach "für alles Vergangene und alles noch Kommende" ist. Zweifelsohne lohnt es sich für jeden schönen Augenblick und jede positive, gesammelte Erfahrung - allerdings lohnt es sich ebenso für alle Tiefschläge, denn wer keine Tiefschläge erlebt, hat keine Chance daran zu wachsen und weiß all die positiven Momente irgendwann nicht mehr zu schätzen. Ich bin eigentlich einer der ungläubigsten Menschen auf der Welt (wenigsten in religiöser Hinsicht) allerdings glaube ich, dass nichts ohne Grund passiert und wenn die Arschtritte, die mein Leben mir bisher verpasst hat, dem Zweck dienten, mich mein jetziges Leben umso mehr schätzen zu lassen (was tatsächlich der Fall ist), dann lohnt es sich auch dafür zu leben.

6. Wer oder was ist deine Krücke?

Ohne Zweifel meine kleine Schwester. Wir wissen wahrscheinlich alles übereinander und haben uns schon diverse Male gegenseitig aus den tiefsten emotionalen Löchern gehievt. Ich weiß das ich ihr alles anvertrauen kann, ohne verurteilt zu werden und ich weiß auch, dass Dinge die ich ihr anvertraue, erstens unter Verschluss bleiben und zweitens niemals als Messer mit spitzer Klinge in meinem Rücken landen.

7. Schwarz, weiß oder Grau?
Grau, weil es (nicht nur als Klamotten- und Nagellackfarbe)  gnadenlos unterschätzt und übersehen wird. Grau ist irgendwie ein Mischmasch, ein Hybrid, ein Zwischending - so wie fast alles andere auf der Welt auch. Kein Standpunkt, keine Geschichte, kein Sachverhalt hat nur eine einzige Perspektive und ist somit klar schwarz oder klar weiß - im Gegenteil. Im Grund besteht das Leben aus tausend verschiedenen Graustufen.
Außerdem ist mein Mitbewohner (der übrigens komplett in meiner Hand passt und (zufälligerweise Tarantino-inspiriert) Django heißt) grau - Vom Kopf bis zu den Pfötchen^^














8. Was imponiert dir?
Es imponiert mir immer, wenn ich einen Menschen kennenlerne, der sich selbst komplett treu geblieben und glücklich damit ist. Der sich weder von gesellschaftlichen noch  modischen Konventionen aus der Bahn werfen lässt und schlicht sein eigenes Ding durchzieht. Ich bin unheimlich froh, an der Uni einige Menschen (und mittlerweile Freunde) der Art getroffen zu haben. Es inspiriert und spornt an, mehr Freidenker, mehr Tabubrecher und mehr man selbst zu sein.

9. Irgendwelche Visionen oder Ideale?
Klar, schon viele gehabt und schon viele verworfen.
Ich glaube jeder entwickelt in den verschiedenen Stadien seines Lebens, mehrere Vorstellungen von Vollkommenheit - immer gemessen an den Dingen, die einen gerade am meisten stören, bzw. die man am dringlichsten ändern möchte. (Mit 17 war ich bspw. extrem links gepolt und die damaligen, mir als am sinnvollsten erscheinenden Ideale, waren ein möglichst unmaterialistisches Leben bei gleichzeitig stark kommunistisch angehauchter Denkweise. Jeder hat alles und gleichzeitig nichts, wobei alles nicht mehr als das Nötigste ist und gleichermaßen allen gehört.)
Heute würde eine vollkommen tolerante und nachhaltige Welt, meiner Vorstellung von Vollkommenheit wohl am nächsten kommen. Jeder akzeptiert (wenigstens unschädliche) Entscheidungen und Handlungen von Mitmenschen und ist bemüht das Fleckchen Erde, was er irgendwann zwangsläufig wieder verlässt, so (oder besser) zurückzulassen, wie (oder als) er es vorgefunden hat.

10. Sitcom oder großes Epos?
Letzteres...anderenfalls würde ich Phoebes Blog wahrscheinlich nicht so verschlingen^^

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Meine eigenen Fragen und Nomineten (existiert dieses Wort?!) bringe ich in einem morgigen Post unter, weil ich jetzt noch eine Runde joggen gehe und danach schleunigst zwischen die Laken verschwinde.

5 Kommentare:

  1. So, eins nach dem anderen.

    Solche Kompliment ehren natürlich ungemein, Tatsache ist, dass ich nach meinem angestrebten Studium der Philosophie / Kulturwissenschaften / Germanistik / Journalistik / Politikwissenschaften (bin noch nicht so weit :D ) plane, Schreiben zum Beruf zu machen. Seien es Kolumnen, Fachartikel oder (was großartig wäre) Redaktion in der "Fräulein".

    Die Jobsache ist relativ kompliziert. Zum einen bin ich psychotherapeutisch attestiert maximal Teilzeit-einsetzbar, was aber schon recht hart wäre. Depression, Antriebslosigkeit blabla. Hinzu kommt, dass ich mir schon häufig die Finger verbrannt habe (sinngemäß) bei Kellnerjobs und Systemgastronomie, weswegen diese Art Arbeit für mich eher nicht mehr in Frage kommen würde. Ich habe lange Jahre Nachhilfeunterricht gegeben, aber da musst du eben auch erst einen Schüler (und eine Familie) finden, wo es gut harmoniert und die Umstände angenehm sind. Was bleibt noch übrig für eine junge Psychotante mit Mittlerer Reife? Ich habe mich in den letzten Woche auf Dinge beworben wie Warenverräumen, Zeitungen austragen und Verkauf im Tabakladen meines Vertrauens sowie bei einer Agentur (die mich angefragt hatte) für Hostessen - und Modeljobs. Mal sehen, ob sich nochmal jemand meldet.
    Ich möchte lieber etwas ruhiges machen, weißt du? Menschenmassen und Stress sind bei mir nicht so angebracht.
    Vielleicht hast du noch eine Idee?

    Küsschen,
    Phoebe.

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  2. Hey. (: Danke für deinen lieben Kommentar. Da ich leider nie so ganz mit mir zufrieden bin, habe ich wohl auch bei dem Blogdesign 'versagt'.. aber da es mir heute gut geht. Nicht so viel darüber philosophieren. :D
    Ich habe dir einen Blogaward verliehen. Wobei Pheobe mir zuvor gekommen ist. :D Du musst mir allerdings keine Fragen beantworten, also keine weitere Arbeit für dich. ._.''

    Liebste Grüße, Tess

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  3. Schon komisch, wie sich so ein Leben um 180° wenden kann.
    Aber gut...
    Ich danke dir!! :)

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  4. Du bist ein sehr interessanter Mensch! So schön, so "widersprüchlich" (die 3 Seiten an dir) im positiven Sinne - wahrscheinlich sollte man es eher als VIELFÄLTIG bezeichnen... Und so sehr hübsch...! Mich imponieren auch Menschen, an denen der Mainstream scheinbar vorbei zieht ohne auf sie Einfluss nehmen... Wie machen die das? ;-)

    Ich wünsch dir eine schöne Restwoche!!!

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Ich bin mittlerweile dazu über gegangen, im Voraus ein wenig zu filtern. Bitte, bitte keine Handynummern und Kontaktadressen in eindeutiger Absicht! Die wurden früher regelmäßig gelöscht und werden nun eben in der Voarab-Durchsicht heraus gesiebt.
Ansonsten sind liebe Worte und gepfefferter Shitstorm gleichermaßen willkommen.