Freitag, 11. Juli 2014

Paper to Web, Baby (8.0)



Eintrag vom 8. 12 2013 – Du und Ich Vol. 10

Heute habe ich mich gefragt, ob dir eigentlich klar ist, wie seltsam vielseitig du dich für mich anfühlst. Und ich frage mich, ob ich mich für dich auch vielseitig anfühle.

Dein Bart fühlt sich hart und pieksig an, wenn ich kinnaufwärts streichele. Mag ich. Und er fühlt sich glatt und unpieksig an, wenn meine Finger kinnabwärts wandern.  Mag ich auch. Deine Haut fühlt sich warm und feucht an, wenn du schwitzt. Mag ich. Und sie fühlt sich klebrig an, wenn das Schwitzen schon ein Weilchen her ist. Mag ich nicht so gerne. Dein Hemdkragen fühlt sich steif an. Mag ich auch nicht. Und deine gemusterte Krawatte wie eine Landkarte für Blinde. Das mag ich wiederrum. Deine Uhr fühlt sich metallisch und kalt an, auch wenn du sie nahezu immer am Handgelenk trägst.  Mag ich nicht. Und wenn du erregt bist, fühlt sich dein Schaft seidiger an als nur irgendein Stoff es jemals könnte. Mag ich. Deine Zunge fühlt sich warm und nass an. Und irgendwie rau und weich zugleich. Mag ich. Deine Ohrläppchen hingegen sind ausschließlich weich. Mag ich auch. Die Komplimente, die du mir machst fühlen sich ernst gemeint an. Das mag ich nur manchmal. Die Art und Weise wie du über Mandanten schimpfst, fühlt sich überheblich an. Mag ich nicht. Wenn du mir in den Po zwickst, dann fühlt sich das gänsehautmäßig an. Und wenn du meine Pobacken auseinander schiebst um mit deiner Zunge da zwischen hindurch zu lecken, dann auch. Mag ich beides. Wenn du beim Pinkeln die Türe offen lässt und ich es bis ins Wohnzimmer plätschern höre, fühlt sich das peinlich an. Mag ich nicht. Deine Shorts fühlen sich eingetragen und warm an. Mag ich gerne. Und wenn dein dicker Zeh, der ein Loch durch die Socke gefressen hat, mich am Fuß berührt, fühlt sich das richtig an. Mag ich auch. Dein Schnarchen fühlt sich vibrierend an, wenn mein Kopf auf deiner Brust liegt. Mag ich. Und wenn du in meiner Wohnung zu laut mit der Kanzlei telefonierst, fühlt sich das unangebracht an. Mag ich nicht. Wenn du über meine Nase leckst, fühlt sich das halb ekelig, halb kitzelig an. Mag ich trotzdem. Deine Hände in meinen Kniekehlen fühlen sich ausschließlich kitzelig an. Mag ich nicht. Deine Hände fühlen sich in meinen sehr groß und sanft an. Mag ich. Mehr als zwei deiner Finger in mir, fühlen sich allerdings schmerzhaft an. Mag ich überhaupt nicht. Deine Wimpern fühlen sich fein und empfindlich an. Mag ich. Und die Sitzheizung in deinem Wagen fühlt sich gemütlich an. Mag ich auch.

5 Kommentare:

  1. vor diesen deinen Worten versagen die meinen <3

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  2. doch. War ernst gemeint. das ist richtig gut.

    ich lümmel allein im Bett. ich trinke Bier und lese ein stern-special über dessen Macher henri nannen. scheint ein fitter typ gewesen u zu sein. und du, Prinzessin?

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  3. Nein. im Gegenteil. ich bewundere dich. ich lese leider viel zu wenig. aber ich nenne dir ein Buch das du lesen musst: Elie Wiesel "die Nacht". ich habe nie etwas bewegenderes gelesen.

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  4. Weltliteratur. der dichte der Sprache wegen sowie der geschilderten Intensität. vertrau mir und bestelle es.

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  5. Nein. das ist eine Fortsetzung (die ich alle nicht gelesen habe aus Angst den Nimbus zu zerstören). das Buch heißt einfach nur "die Nacht". wenig Seiten, große Wirkung.

    habe deinen Tipp notiert. ist auch ein relativ bekanntes Werk. wobei ich bei dem Autor eher an einen unaussprechlichen Nachnamen denken muss. ich lese bevorzugt krimis, (Auto)Biographien und romane.wobei ich mittlerweile echt wenig lese. ärgert mich selbst.

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Ich bin mittlerweile dazu über gegangen, im Voraus ein wenig zu filtern. Bitte, bitte keine Handynummern und Kontaktadressen in eindeutiger Absicht! Die wurden früher regelmäßig gelöscht und werden nun eben in der Voarab-Durchsicht heraus gesiebt.
Ansonsten sind liebe Worte und gepfefferter Shitstorm gleichermaßen willkommen.