Gerade heim gekommen – Holy Moly war das cool eben! Ich
glaube ich werde mich bei der kurzen Schilderung fast ausschließlich auf den
Kurs beschränken, weil der tatsächlich das unangefochtene Highlight des Dates
war. Hotel hinterher war nicht schlimm, aber auch nicht spektakulär. Vorallem
aber kurz.
Langweiliges Blabla:
Um 19:30 Uhr getroffen // 250€ Eddie Borgo Gutschein geschenkt bekommen // im Taxi zum Kursrestaurant über die Hitze, die Uni und die Unannehmlichkeiten internationaler Flüge geplauscht // festgestellt, dass er kein Meisterküsser ist // mir Gezeter über schlechte Aktienkurse angehört
Um 19:30 Uhr getroffen // 250€ Eddie Borgo Gutschein geschenkt bekommen // im Taxi zum Kursrestaurant über die Hitze, die Uni und die Unannehmlichkeiten internationaler Flüge geplauscht // festgestellt, dass er kein Meisterküsser ist // mir Gezeter über schlechte Aktienkurse angehört
Aber dann:
Dort angekommen, haben wir den Sushi-Koch (Nennen wir ihn Flipflop-Indianer) und die anderen Teilnehmer kennengelernt. Neben uns haben noch zwei Schwestern (Nennen wir sie Hups und Schwups), ein Ehepaar (Nennen wir ihn Monobraue und sie Königin der passiven Aggressivität) und ein Single Typ (Nennen wir ihn Lord Aftershave) den Kurs besucht. Das alleine war schon ein Highlight für sich, weil wir einen derart seltsamen Haufen abgegeben haben, dass man das Sushi-Rollen getrost hätte weglassen können – der Abend wäre auch mehr als amüsant geworden, insofern man einfach bloß Gespräche miteinander geführt hätte.
Dort angekommen, haben wir den Sushi-Koch (Nennen wir ihn Flipflop-Indianer) und die anderen Teilnehmer kennengelernt. Neben uns haben noch zwei Schwestern (Nennen wir sie Hups und Schwups), ein Ehepaar (Nennen wir ihn Monobraue und sie Königin der passiven Aggressivität) und ein Single Typ (Nennen wir ihn Lord Aftershave) den Kurs besucht. Das alleine war schon ein Highlight für sich, weil wir einen derart seltsamen Haufen abgegeben haben, dass man das Sushi-Rollen getrost hätte weglassen können – der Abend wäre auch mehr als amüsant geworden, insofern man einfach bloß Gespräche miteinander geführt hätte.
Lord Aftershave war ein echter Pausenclown. Hups war auffallend
ungeschickt und Schwups äußerst schnell und agil im Aufwischen der
Schweinereien, die ihre Schwester fabrizierte. Ich war einfach ich. Flipflop-Indianer
war alles andere als asiatischer Abstammung, dafür jung und schlagfertig und auch
wirklich nett. Mein Begleiter war der geborene ‚Ich-fahre-ein-unverschämt-teures-Auto/Kann-jede-haben/Residiere-nur-in-5-Sterne-Resorts‘-Angebertyp.
Die Königin der passiven Aggressivität war…na, muss ich da mehr zu sagen?! Ich
finde das Pseudonym spricht Bände. Monobraue war couch-potato-mäßig süß und anfangs
sehr, sehr schüchtern. Er war mein erster Teampartner. (Oh, Moment, vorher
sollte ich noch kurz auf den Ablauf eingehen! Nachdem wir uns alle miteinander
bekannt gemacht hatten, hat Flipflop-Indianer uns in wahllose Teams zusammen
gemischt, in denen wir gemeinsam die Frage, was die absolut wichtigste Zutat
für gutes Sushi darstellt, beantworten sollten. Hinterher hat jedes Team den
anderen seine Lösung vorgestellt und den Gewinnern hätte das Recht des späteren
ersten Probierens zugestanden. Danach durften wir uns wieder mit unserer
Ursprungsbegleitung zusammen tun und dann ging es los mit dem eigentlichen
Sushi-Making)
Monobraue war also mein erster Teampartner. (Mein Begleiter
hat übrigens Hups abbekommen! Beim Präsentieren ihrer Lösung ist sie ihm volle
Granate auf den Fuß getrampelt und ich war soooo neidisch auf Lord Aftershave,
dass der im Gegensatz zu mir einfach ungeniert los kichern konnte! In meinem
Fall hätte das übelst aufs fucking Trinkgeld gedrückt.) Monobraue und ich haben
uns (unter den vernichtenden Blicken der Königin) beim Beantworten der Frage
auch leise über dies und jenes Private ausgetauscht (er war wirklich niedlich),
lagen am Ende aber dennoch falsch.
Merke:
Laut Flipflop-Indianer ist die wichtigste Zutat für Sushi-Rollen nicht etwa frischer Fisch (Monobraues und meine Lösung) oder gutes Equipment (Vorschlag von Lord Aftershave und Schwups), sondern gute Laune! Aha. Ok. Keiner lag richtig, deswegen durften wir später alle zugleich probieren.
Laut Flipflop-Indianer ist die wichtigste Zutat für Sushi-Rollen nicht etwa frischer Fisch (Monobraues und meine Lösung) oder gutes Equipment (Vorschlag von Lord Aftershave und Schwups), sondern gute Laune! Aha. Ok. Keiner lag richtig, deswegen durften wir später alle zugleich probieren.
Hinterher ging es los mit passioniertem Schnippeln. (Hups
hat die Hälfte ihrer Avocadoquader erst mal gekonnt auf den Boden gefegt – war aber
nicht schlimm, weil Schwups sofort zur Stelle war, um die fettige Matsche mit
Zewa zu beseitigen)
Und Reis kochen. (Die Königin hat Monobraue unaufhörlich
zum Umrühren gedrängelt, weil sie der Meinung war, der Reis würde sonst am
Topfboden anbacken)
Und Reis mit einer Geheimmixtur aus Apfelessig und diversen
Gewürzen versehen.
Und Rollmatten auslegen.
Und Nori zurecht schneiden plus
befeuchten. (Lord Aftershave hat sich die Überbleibsel vom Zurechtschneiden an
alle 10 Finger geklebt und uns anderen theatralisch weismachen wollen, sie
hätten sich in seinen Fingern festgebissen)
Und schließlich wurde gerollt.
Die
Königin war mit allem unzufrieden, hat das aber nicht verbal kundgetan sondern
lediglich vernichtende Blicke auf einen jeden Roller abgefeuert – wir könnten
sie eigentlich auch Blick-Bolzen-Armbrust-Schützin des Todes nennen. Mein
Begleiter hat sich im Gegensatz zu fast allen anderen (lediglich Hups stand ihm
in Sachen Talentbegrenzung in nichts nach) allerdings wirklich als ein
schlechter Roller erwiesen. Flipflop-Indianer hat ihn zig mal verbessern
müssen, weil er die Dinger einfach zu lasch gezwirbelt hat, sodass hinterher
schlaffe, auseinander fallende Rollen dabei heraus kamen. (Die haben den Lord wiederrum
zu einigen manneskraft-feindlichen Witzen inspiriert) Schwups war wider Erwarten die geschickteste Rollerin von
uns allen zusammen. Monobraue und ich dümpelten ungefähr auf einem Level des
Könnens – nicht schlecht, aber auch nicht brillant. Auf einer Sushi-Wellenlänge
zu paddeln schweißt zusammen, deswegen haben wir uns auch recht schnell auf
einem gemeinsamen Brett zusammengefunden. Wie viele königliche Todesbolzen wir
uns damit einfangen haben, könnte ich im Nachhinein überhaupt nicht mehr
zählen.
Wahllos aufgeschnappt:
Hups: „Oh nein! Verdammt! Ich wusste nicht, wie glitschig die sind.“
Schwups: „Warte, nicht bewegen, sonst schmiert es noch mehr über deine Bluse“
Hups: „Oh nein! Verdammt! Ich wusste nicht, wie glitschig die sind.“
Schwups: „Warte, nicht bewegen, sonst schmiert es noch mehr über deine Bluse“
Lord Aftershave: „Was ist klebrig und schwingt durch den Wald? TARZIPAN!!“
Monobraue: „So?“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein!“
Monobraue: „So?!“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein!!“
Monobraue: „Möchtest du gelbe oder rote Paprika?“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein.“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein!“
Monobraue: „So?!“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein!!“
Monobraue: „Möchtest du gelbe oder rote Paprika?“
Königin v. Passiv-Aggressivistan: „Nein.“
Flipflopindianer zu Schwups: „Du bist die Heldin des Abends!“
Schwups: „Hihi…danke“
Schwups: „Hihi…danke“
Mein Begleiter: „Auf meiner Reise durch Japan hab ich das
hunderte Male gemacht. Da haben die Rollbrettchen aber besser funktiniert!! Ich
weiß nicht, wieso das hier nicht klappt – wahrscheinlich sind die nicht
original!“
Ich: „Hm.“
Ich: „Hm.“
Am Ende kamen dann bei allen doch recht ansehnliche Maki heraus. Und lecker
waren sie auch! Fazit: Ich habe (abgesehen vom gemeinsamen Essen hinterher)
nicht sonderlich viel Zeit mit meinem Begleiter verbringen müssen. Monobraue
und ich haben viel miteinander gelacht – wahrscheinlich muss er die heutige
Nacht auf der Couch verbringen. Die Königin wird ihre Mundwinkel aus eigener
Kraft und ohne die Hilfe von plastischer Chirurgie wohl niemals in eine
freundliche Höhe gelenkt bekommen. Lord Aftershave hat mich nach meiner Telefonnummer
gefragt. Hups und Schwups haben sich als reizende Gesprächspartnerinnen
entpuppt. Der Flipflop-Indianer hat uns liebevoll als einen der
untalentiertesten Kurse bezeichnet, der ihm jemals unter gekommen ist – würde
sich aber sehr freuen, uns noch einmal wieder zu sehen.
Dieser Kurs war wirklich eine urcoole Kiste. Ging leider
viel zu schnell vorbei. Ich wäre am liebsten noch länger geblieben – hatte Null
Bock auf die Hotelzeit. Die hat dann zum Glück allerdings überhaupt nicht lange
gedauert. Nur ein Gummi verplempert und auch keine Aktienkursnörgelei mehr
reinziehen müssen, weil mein Begleiter hinterher todmüde war (also wirklich richtig todmüde – der hat
kämpfen müssen um seine Lider oben zu halten) und mich zwecks Schönheitsschlaf
lange vor den gebuchten 2 Std. entlassen hat. Yay.


Du lebst das Leben eines Rockstars.
AntwortenLöschenich War gestern Sushi essen. ich mag die kleinen schlingel einfach. und wegen des streichens: schade ; )
yo. bin vor paar Wochen eingezogen. Farbe an der Wand bröckelt und Möbel habe ich bislang auch nicht. schlechte ausbeute.
AntwortenLöschenich gehe mal schlafen. halte mich auf dem laufenden was sich in deinem Leben so tut. <3
genialer post. bringt mich zum schmunzeln. und ich kenne hier niemanden auf blogger der so einen guten schreibstil hat wie du! richtig fesselnd!!! :)
AntwortenLöschenMade my day!
AntwortenLöschenDu schreibst dermaßen erheiternd und bildhaft- du solltest über ein eigenes Buch nachdenken. Nicht nur lesen sondern schreiben! ;-)
*imaginären Hut zieh*