Ich kann es nicht lassen mich nochmal darüber auszukotzen, sorry.
Es verfolgt mich. Ja ja, ich spreche schon wieder von der Weltmeisterschaft.
Eben in der Stadt: Socke und ich waren Mojitos trinken. (Alkoholbedingter Wut-Post?! Möglich.) Überall Geisteskranke mit schwarz-rot-goldenen Hawaii-Blümchenketten auf der Straße. Und das Genialste: Alle (auch Wildfremde) haben sich plötzlich ganz furchtbar doll lieb und sehen sich als ein großes, zusammenhaltendes Ganzes! Ist mir auch gestern nach dem Spiel aufgefallen. Umarmungen, Küsse, egal ob man sich jemals begegnet ist, oder nicht. Glückwunsch, Coca Cola. Glückwusch, McDümmergehtswirklichnichtmehr. Glückwunsch, FIFA. Glückwunsch, restliche profitgeile, asoziale Großunternehmen. Hervorragende Marketingarbeit. „WM – Das sind wir alle!“ wenn ich das lese könnte ich echt im Strahl durch die Gegend reiern.
Was soll diese plötzliche Musketier-Attitude? Versteht mich nicht falsch, ich fände es schön, wenn es sie auf unseren Straßen tatsächlich gäbe. Immer. Nicht bloß in geheuchelter Form, alle 4 Jahre mal. Das ganze Jahr über werden irgendwelche armen Fische an Bahnhaltestellen zusammen geschlagen und jeder guckt betreten weg. Bloß nicht auffallen, bloß nicht mit reinziehen lassen. Und jetzt ganz plötzlich heißt es „Einer für alle und alle für einen“?! Es braucht 11 Männeken auf Rasenflächen in Brasilien und milliardenschwere Werbekampagnen, damit man sich als friedlich zusammen feiernde Einheit sieht, auf die sich jeder daran Verdienende heftigst einen rubbelt. Ich würde lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.
Eben in der Stadt: Socke und ich waren Mojitos trinken. (Alkoholbedingter Wut-Post?! Möglich.) Überall Geisteskranke mit schwarz-rot-goldenen Hawaii-Blümchenketten auf der Straße. Und das Genialste: Alle (auch Wildfremde) haben sich plötzlich ganz furchtbar doll lieb und sehen sich als ein großes, zusammenhaltendes Ganzes! Ist mir auch gestern nach dem Spiel aufgefallen. Umarmungen, Küsse, egal ob man sich jemals begegnet ist, oder nicht. Glückwunsch, Coca Cola. Glückwusch, McDümmergehtswirklichnichtmehr. Glückwunsch, FIFA. Glückwunsch, restliche profitgeile, asoziale Großunternehmen. Hervorragende Marketingarbeit. „WM – Das sind wir alle!“ wenn ich das lese könnte ich echt im Strahl durch die Gegend reiern.
Was soll diese plötzliche Musketier-Attitude? Versteht mich nicht falsch, ich fände es schön, wenn es sie auf unseren Straßen tatsächlich gäbe. Immer. Nicht bloß in geheuchelter Form, alle 4 Jahre mal. Das ganze Jahr über werden irgendwelche armen Fische an Bahnhaltestellen zusammen geschlagen und jeder guckt betreten weg. Bloß nicht auffallen, bloß nicht mit reinziehen lassen. Und jetzt ganz plötzlich heißt es „Einer für alle und alle für einen“?! Es braucht 11 Männeken auf Rasenflächen in Brasilien und milliardenschwere Werbekampagnen, damit man sich als friedlich zusammen feiernde Einheit sieht, auf die sich jeder daran Verdienende heftigst einen rubbelt. Ich würde lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.
Kommentar des Tages:
„Ich finde die Spiele der Nationalmannschaft ja wirklich super, das Einzigste [Falsch! ‚das Einziste‘ gibt es nicht! Es heißt ‚das Einzige‘!] was mich stört ist, dass die Spieler alle so unverhältnismäßig viel verdienen. Ich denke das sollte man ändern.“
(Zitat, junge Dame am Nebentisch, eben in der Coctailbar)
Ach, denkst du das?! Und wie klappt’s bei dir sonst so, mit dem Denken? Vermutlich nicht gut. Denn weshalb verdienen die wohl alle so viel, du granatendämliche Eselskuh?? Weil ein riesen Hype um den ganzen Käse gemacht wird, dem sich jeder Depp anschließt! Weil du dir zusammen mit zigtausend anderen Ottos in diesem Land die Spiele ansiehst. Weil jeder in WM-Laune ist und auf der gigantischen Kommerzwelle mit surft. Würde sich kein Mensch dafür interessieren, sänken die Fußballergehälter flotter ab, als man ‚Piep‘ sagen könnte.
Aber das kann die junge Dame vom Nachbartisch natürlich nicht wissen. Um diese bahnbrechende Schlussfolgerung zu ziehen muss man schließlich um die Anzahl von Ecken eines Fußballfeldes, abzüglich 4, denken. Und denken ist schwer. So schwer. Es ist viel leichter sich schwarz-rot-gelbe Theaterschminke auf die Wangen zu klatschen, sich von dem namenhaften Softdrinkunternehmen „WM – Das sind wir alle“ ins Hirn meißeln zu lassen und sich bei jedem deutschen Tor vor Freude die Stimmbänder wund zu brüllen.
der ist wohl in den weiten des www verschollen : (
AntwortenLöschenSorry, deine Meinung. Ich finde die Stimmung toll! Alle vier Jahre herrscht eben mal dieser Ausnahmezustand. Das ist doch ok. Lass den Leuten doch ihren Spaß!
AntwortenLöschenNope, sorry. Es regt mich brutal auf, wenn wir Großunternehmen brauchen um so nen Zustand herzustellen. Und das für unsere kurzzeitige 'Freude' in anderen Ländern wieder Sklaverei-ähnliche Zustände eingeführt werden, finde ich auch unmöglich.
LöschenOrganisationen wie die FIFA zu unterstützen ist in meinen Augen genauso asozial, wie ein 0,99€ Steak aus der Kühltheke im Netto zu kaufen - es macht mich wahnsinnig, dass die Leute keinen Pfennig über Hintergründe nachdenken.
Du bist allerdings herzlich eingeladen, meine WM-Wutposts nicht zu lesen, sollten sie dir gegen den Strich gehen.